Soft Skills für Be­rufs­ein­stieg & Be­rufs­all­tag

Du hast ei­nen Werk­stu­den­ten­job be­kom­men? Oder du bist Ab­sol­vent und trittst dei­ne ers­te Stel­le an? Wir ha­ben ein paar Tipps und Tricks, mit de­nen du Kol­le­gen und Vor­ge­setz­te mit dei­ner Per­sön­lich­keit über­zeugst. Denn dein Er­folg im Be­rufs­all­tag hängt nicht nur von dei­nen Leis­tun­gen ab. Auch der Um­gang mit dei­nem Um­feld spielt ei­ne wich­ti­ge Rol­le. 

Die wich­tigs­ten Soft Skills

Soft Skills sind al­le dei­ne Fä­hig­kei­ten, die du ab­seits des Fach­wis­sens be­nö­tigst, um dei­nen Be­ruf aus­üben zu kön­nen. Vie­le die­ser Ei­gen­schaf­ten und Kom­pe­ten­zen kannst du ähn­lich wie dein Wis­sen er­ler­nen und trai­nie­ren. Zu den re­le­van­tes­ten Soft Skills zäh­len je nach Be­ruf:

        • Zu­ver­läs­sig­keit und Ver­trau­ens­wür­dig­keit
        • Or­ga­ni­sa­ti­ons­fä­hig­keit
        • Team-, Kri­tik- und Kon­flikt­fä­hig­keit
        • Be­last­bar­keit und Stress­re­sis­tenz
        • ein ho­hes Maß an Fle­xi­bi­li­tät

Zu­ver­läs­sig­keit und Ver­trau­ens­wür­dig­keit

Zu­ver­läs­sig­keit und Ver­trau­ens­wür­dig­keit sind Ei­gen­schaf­ten, die du in al­len Be­rei­chen dei­nes Le­bens be­nö­tigst. Oh­ne die­se Fä­hig­kei­ten wür­de es dir zum Bei­spiel schwer­fal­len, Freund­schaf­ten oder Be­zie­hun­gen auf­zu­bau­en und lang­fris­tig zu er­hal­ten.Vierköpfiges gut gelauntes Team in Konferenzraum

Im Job kön­nen Sie in ganz ver­schie­de­nen Si­tua­tio­nen ab­seits der grund­sätz­li­chen Be­deu­tung ei­ne be­son­de­re Rol­le spie­len. So bringt es dich si­cher­lich wei­ter, wenn dein Vor­ge­setz­ter weiß, dass er sich selbst in stres­si­gen und schwie­ri­gen Si­tua­tio­nen dar­auf ver­las­sen kann, dass du dei­ne Auf­ga­ben frist­ge­recht er­le­digst.

Glei­ches gilt für das The­ma Ver­trau­ens­wür­dig­keit. Sie stellt zum Bei­spiel die Grund­la­ge da­für dar, dass du Auf­ga­ben über­tra­gen be­kommst, bei de­nen du mit sen­si­blen In­for­ma­tio­nen ar­bei­test, die wo­mög­lich dem Da­ten­schutz un­ter­lie­gen.

Or­ga­ni­sa­ti­ons­fä­hig­keit

Nicht min­der wich­tig ist die Or­ga­ni­sa­ti­ons­fä­hig­keit. Das gilt zum ei­nen für dei­ne ei­ge­ne Ar­beit. Ei­ne wei­te­re Be­deu­tung be­kommt der Skill, wenn du Füh­rungs­auf­ga­ben über­nimmst und die Ar­beit an­de­rer An­ge­stell­ter des Un­ter­neh­mens ko­or­di­nie­ren musst. In die­sem Fall kommt es un­ter an­de­rem dar­auf an, die Mit­ar­bei­ter so ein­zu­set­zen, dass sie auf dem ef­fi­zi­en­tes­ten We­ge das Bes­te aus ih­ren ei­ge­nen Fä­hig­kei­ten her­aus­ho­len kön­nen.

Bei je­der Art der Or­ga­ni­sa­ti­on auf dem Ar­beits­platz soll­test du dar­auf ach­ten, sinn­vol­le Prio­ri­tä­ten zu set­zen. Au­ßer­dem spie­len Zeit­ab­läu­fe ei­ne wich­ti­ge Rol­le. So soll­test du für die un­ter­schied­li­chen Ar­bei­ten zeit­lich ei­ner­seits nicht zu eng ge­tak­tet, an­de­rer­seits so ef­fi­zi­ent wie mög­lich pla­nen.

Or­ga­ni­sa­ti­ons­fä­hig­keit kann man ler­nen: Ganz nach dem Mot­to „Learning by Do­ing“ wird sich in dei­nem neu­en Ar­beits­um­feld si­cher­lich nach ei­ni­ger Zeit so ei­ni­ges ein­spie­len. Zu­sätz­lich kannst du die­se Fä­hig­keit trai­nie­ren, in­dem du ver­suchst, ver­schie­de­ne As­pek­te dei­nes Pri­vat­le­bens nach ent­spre­chen­den Kri­te­ri­en sinn­voll zu struk­tu­rie­ren.

Team-, Kri­tik- und Kon­flikt­fä­hig­keit

Team­fä­hig­keit ge­hört zu den heut­zu­ta­ge äu­ßert be­deut­sa­men So­zi­al­kom­pe­ten­zen. Da­bei geht es vor al­lem dar­um, dass du es schaffst, dich so in ein Team zu in­te­grie­ren, dass die ge­mein­sa­me Ar­beit für die Grup­pe und so­mit schluss­end­lich für die Fir­ma ge­winn­brin­gend ist.

Die­se Fä­hig­keit hängt stark mit den Skills der Kon­flikt- und Kri­tik­fä­hig­keit zu­sam­men. Si­cher­lich wird es im­mer mal wie­der zu in­halt­li­chen und wo­mög­lich auch klei­nen zwi­schen­mensch­li­chen Dif­fe­ren­zen kom­men.

In sol­chen Si­tua­tio­nen ist es von gro­ßer Be­deu­tung, dass du auf ei­ner sach­li­chen Ebe­ne bleibst und in dei­nen Äu­ße­run­gen nicht per­sön­lich wirst. Sonst be­steht die gro­ße Ge­fahr, dass der Kon­flikt es­ka­liert und die Ar­beit an die­sem Tag so­wie viel­leicht so­gar in den fol­gen­den Wo­chen und Mo­na­ten deut­lich er­schwert.

Da­her soll­test du an dei­ner Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit ar­bei­ten und trai­nie­ren, dir ne­ga­ti­ve Ge­ge­ben­hei­ten nicht zu sehr zu Her­zen zu neh­men. Mit Si­cher­heit gibt es auch ab­seits der Ar­beit ei­ni­ge All­tags­si­tua­tio­nen, in de­nen du dein Be­wusst­sein hier­für schär­fen kannst.

Be­last­bar­keit und Stress­re­sis­tenz

Be­last­bar­keit und Stress­re­sis­tenz sind zwei wei­te­re Ei­gen­schaf­ten, die du in den al­ler­meis­ten Be­ru­fen be­nö­tigst. Dies gilt vor al­lem in Si­tua­tio­nen, in de­nen zum Bei­spiel ei­ne be­stimm­te Frist ein­ge­hal­ten wer­den muss.

Mann im Anzug sitzt gestresst am PC

Je nach Tä­tig­keit kann je­doch be­reits das nor­ma­le All­tags­ge­schäft be­las­tend sein und ein ho­hes Stress­le­vel zur Fol­ge ha­ben. Dies gilt zum Bei­spiel dann, wenn du ein ho­hes Maß an Ver­ant­wor­tung trägst oder schwie­ri­ge und po­ten­zi­ell fol­gen­rei­che Ent­schei­dun­gen tref­fen musst. Auch un­güns­ti­ge Ar­beits­be­din­gun­gen wie zum Bei­spiel ein ho­her Laut­stär­ke­pe­gel kön­nen zu Stress füh­ren.

Be­züg­lich die­ser Skills gibt es ei­ne gu­te Nach­richt: Du kannst sie mit ver­schie­de­nen Ver­hal­tens­wei­sen und An­ge­wohn­hei­ten po­si­tiv be­ein­flus­sen und ste­tig ver­bes­sern – und so­mit da­zu bei­tra­gen, dei­nen All­tag mög­lichst stress­frei zu hal­ten. Auf die­se Wei­se si­cherst du dir dein Wohl­be­fin­den und er­hätst zu­gleich dei­ne Leis­tungs­fä­hig­keit.

Wich­tig sind un­ter an­de­rem ein aus­rei­chen­des Maß an Be­we­gung, ge­nug Pau­sen so­wie das An­wen­den ver­schie­de­ner Ent­span­nungs­tech­ni­ken. Ei­ne ge­sun­de und aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung kann eben­falls ei­nen po­si­ti­ven Ein­fluss auf dei­ne Stress­re­sis­tenz und Be­last­bar­keit ha­ben.

Fle­xi­bi­li­tät

Egal ob du mit dei­nem Job dein Stu­di­um fi­nan­zierst oder es sich um dei­ne ers­te voll­wer­ti­ge Ar­beits­stel­le han­delt: Oft ist da­bei ein ho­hes Maß an Fle­xi­bi­li­tät ge­fragt. Nicht sel­ten musst du dich in sehr kur­zer Zeit auf ei­ne neue Si­tua­ti­on ein­stel­len. Das gilt zum Bei­spiel, wenn ein be­stimm­ter Auf­trag aus ver­schie­de­nen Grün­den über­ra­schend prio­ri­siert wird und du al­le an­de­ren Ar­bei­ten zu­nächst ein­stel­len musst, um die­sen schnellst­mög­lich zu er­le­di­gen.

In ei­ner sol­chen Si­tua­ti­on musst du fä­hig sein, dich schnell an­zu­pas­sen. Glei­ches gilt für Ge­schäfts­ge­sprä­che mit Part­nern und Kun­den, in de­nen du auf un­er­war­te­te Si­tua­tio­nen re­agie­ren musst. In ei­ni­gen Fäl­len sind der kon­kre­te Ab­lauf und das letzt­end­li­che Er­geb­nis des Mee­tings nur schwer oder gar nicht vor­her­zu­se­hen.

Je öf­ter du sol­che und ähn­li­che Si­tua­tio­nen meis­terst, des­to bes­ser wer­den sie dir ge­lin­gen. Wich­tig ist da­bei, die Ru­he zu be­wah­ren und dich nicht zu sehr un­ter Stress set­zen zu­las­sen. Dar­an zeigt sich sehr deut­lich, dass die ver­schie­de­nen Soft Skills oft­mals zu­sam­men­hän­gen und in­ein­an­der­grei­fen.

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Um­gang mit Kol­le­gen

Vie­le der Soft Skills kannst du in dei­nem all­täg­li­chen Um­gang mit Kol­le­gen an­wen­den. Da­bei spielt vor al­lem ein ho­hes Maß an Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit ei­ne wich­ti­ge Rol­le. Wich­tig sind da­bei be­stimm­te Um­gangs­for­men im ge­mein­sa­men All­tag, eben­so wie ein an­ge­mes­se­nes Ver­hal­ten in au­ßer­ge­wöhn­li­chen Si­tua­tio­nen.

Grund­sätz­li­che Um­gangs­for­men

Zu den Um­gangs­for­men, die grund­sätz­lich ei­ne wich­ti­ge Be­deu­tung ha­ben, zählt ein ho­hes Maß an Höf­lich­keit und Re­spekt ge­gen­über dei­nen Kol­le­gen. Da­zu ge­hört es zum Bei­spiel, dei­nem Ge­gen­über den Vor­tritt zu las­sen oder ihm bzw. ihr die Tür auf­zu­hal­ten.

Sol­che klei­nen Ges­ten wer­den si­cher­lich ge­wür­digt wer­den und da­zu bei­tra­gen, dass du dich gut in ein Team in­te­grie­ren kannst. Zu­sätz­lich soll­test du dich be­reits be­ste­hen­den Ri­tua­len und Ge­ge­ben­hei­ten an­pas­sen und sie wahr­neh­men. Da­zu kann zum Bei­spiel ein re­gel­mä­ßi­ges ge­mein­sa­mes Mit­tag­es­sen im Team oder Ähn­li­ches ge­hö­ren.

Ver­hal­ten zu au­ßer­ge­wöhn­li­chen An­läs­sen und in be­son­de­ren Si­tua­tio­nen

Zu die­sen Ri­tua­len kann au­ßer­dem das ge­mein­sa­me Be­ge­hen be­son­de­rer An­läs­se ge­hö­ren. Viel­leicht ist es in der Fir­ma üb­lich, dass im Team zu je­dem Ge­burts­tag ei­nes Kol­le­gen ei­ne Klei­nig­keit vor­be­rei­tet wird. Dar­an soll­test du dich in je­dem Fall ak­tiv be­tei­li­gen.Frau hält anderer Frau tröstend Hand auf die Schulter

Lei­der gibt es auch ne­ga­ti­ve­re An­läs­se, zu de­nen be­stimm­te Ver­hal­tens­wei­sen an­ge­bracht sind. Da­zu ge­hört zum Bei­spiel der Um­stand, dass ei­ner dei­ner Kol­le­gen krank ist. In die­sem Fall kannst du ihm Ge­ne­sungs­wün­sche zu­kom­men las­sen.

Da­bei kommt es vor al­lem auf De­tails an. So ist es wich­tig, dass du den rich­ti­gen Ton triffst und be­ach­test, wie eng dein Ver­hält­nis zu dem er­krank­ten Mit­ar­bei­ter ist. Zu­sätz­lich soll­test du auf­bau­en­de Wor­te fin­den und wenn es dir pas­send er­scheint dei­ne Hil­fe an­bie­ten. Be­den­ke da­bei aber, dass du gleich­zei­tig be­reit sein soll­test, die­se Un­ter­stüt­zung in die Rea­li­tät um­zu­set­zen.

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Um­gang mit Vor­ge­setz­ten

Die­se Grund­re­geln gel­ten na­tür­lich gleich­zei­tig für den Um­gang mit dei­nen Vor­ge­setz­ten. Dar­über hin­aus soll­test du ei­ni­ge wei­te­re Ver­hal­tens­wei­sen be­ach­ten, um ein po­si­ti­ves Bild zu hin­ter­las­sen und ei­nen ent­spann­ten Ar­beits­all­tag zu ha­ben.

Da­zu ge­hört un­ter an­de­rem, dass du dich dem Füh­rungs­stil des Vor­ge­setz­ten an­passt. Je schnel­ler und bes­ser du dies be­reits von Be­ginn an um­setzt, des­to leich­ter wirst du in ei­nen ge­wis­sen Work­flow kom­men und zu­frie­den­stel­len­de Er­geb­nis­se ab­lie­fern kön­nen.

Ge­ra­de ge­gen­über dei­nem Vor­ge­setz­ten spielt die Kri­tik­fä­hig­keit ei­ne be­son­ders gro­ße Rol­le. So soll­test du sei­ne Vor­schlä­ge und An­re­gun­gen in je­dem Fall um­set­zen. Auf die­se Wei­se kannst du dich Stück für Stück ver­bes­sern und ab ei­nem be­stimm­ten Punkt dar­aus wo­mög­lich Vor­tei­le für dei­ne Kar­rie­re zie­hen.

Nimm au­ßer­dem zu­sätz­li­che Auf­ga­ben an, die der Vor­ge­setz­te dir stellt. So hast du ei­ne wei­te­re Mög­lich­keit, dich und dein Kön­nen un­ter Be­weis zu stel­len. Schluss­end­lich ist es hilf­reich, zu dei­nem Vor­ge­setz­ten ein gu­tes zwi­schen­mensch­li­ches Ver­hält­nis auf­zu­bau­en. Da­bei kann ge­le­gent­li­cher Small­talk ei­ne gro­ße Hil­fe sein.

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Zu­sam­men­fas­sung

  • Soft Skills sind es­sen­zi­ell für ein er­folg­rei­ches Be­rufs­le­ben
  • be­son­ders re­le­vant sind Zu­ver­läs­sig­keit, Or­ga­ni­sa­ti­ons­fä­hig­keit, Kon­flikt­fä­hig­keit, Stress­re­sis­tenz und Fle­xi­bi­li­tät
  • gu­te Um­gangs­for­men und ein höf­li­ches Ver­hal­ten ge­gen­über Kol­le­gen sind ein Muss
  • zeig dich im Um­gang mit Vor­ge­setz­ten kri­tik­fä­hig und nimm Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge an
  • das rich­ti­ge Maß an Small­talk hilft, gu­te zwi­schen­mensch­li­che Ver­hält­nis­se auf­zu­bau­en und macht den Be­rufs­all­tag an­ge­nehm

 

Bild­quel­len (v.o.n.u.):
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Ver­öf­fent­licht am: 27.07.2022
Über­ar­bei­tet am: 27.07.2022