Aktualisiert: 17.01.2024
Stressfrei studieren
Mit Beginn des Studiums wird das bisherige Leben einmal auf den Kopf gestellt. Ganz egal, welchen Studienabschluss du anstrebst: Damit du stressfrei studieren kannst, sind ein paar Dinge zu beachten. Wir haben Tipps, wie Studenten mit guter Organisation ihren Alltag im Griff behalten und eine gute Work-Life-Balance erreichen.
1. Tipp für Studenten: Veranstaltungen an der Universität richtig planen
In einem ersten Schritt solltest du deine Veranstaltungen für das erste Semester in der Universität planen. Dabei solltest du einige wichtige Kriterien und Aspekte berücksichtigen, damit du am Ende einen praktikablen und vergleichsweise entspannten Alltag hast. Zu unseren wichtigsten Tipps für Studenten im ersten Semester gehören:
- zuerst einen Überblick über alle Möglichkeiten schaffen
- für Effizienz sorgen und ausreichend Pausen einplanen
- die Vorteile von morgendlichen Veranstaltungen nutzen
Überblick schaffen
Zunächst ist es notwendig, dir mit Hilfe von Studienordnung und Vorlesungsverzeichnis einen Überblick über deine Optionen zu verschaffen. In vielen Studiengängen gibt es gewisse Pflichtveranstaltungen wie Vorlesungen oder Seminare, die du in jedem Fall besuchen musst. Andererseits gibt es womöglich einige Seminare, bei denen du die Möglichkeit hast, zwischen mehreren Optionen zu wählen. Mach dir am besten eine Liste, auf der du zu Beginn alle Möglichkeiten notierst.
Im Folgenden solltest du überlegen, welche der Veranstaltungen, zwischen denen du wählen kannst, dich am meisten interessieren und dich weiterbringen. Schließlich soll das Studieren Spaß machen, zudem möchtest du dich womöglich in eine gewisse Richtung spezialisieren.
Gleichzeitig müssen die Veranstaltungen zeitlich realisierbar sein: Womöglich gibt es Überschneidungen mit anderen Vorlesungen oder Seminaren, die es dir unmöglich machen, an einem bestimmten Lehrevent teilzunehmen.
Ausreichend Pausen und Effizienz der Planungen
Pausen sind wichtig, um produktiv zu bleiben und daher ganz besonders wichtig, wenn du stressfrei studieren möchtest. Wenn du immer ein wenig ausspannen kannst, bevor die nächste Lehrveranstaltung beginnt, dann bist du wirklich konzentriert bei der Sache. Überlade die einzelnen Tage der Woche nicht. So vermeidest du Stress und sicherst deine Leistungsfähigkeit.
Gleichzeitig solltest du darauf achten, die Veranstaltungen effizient zu planen. Das gilt vor allem dann, wenn du ein Stück von deiner Hochschule oder Universität entfernt lebst und zum Besuchen einer Veranstaltung jedes Mal einen Weg von 45 Minuten oder sogar mehr vor dir hast. Sofern möglich, solltest du den Hin- und Rückweg nur einmal am Tag zurücklegen müssen. So sparst du Zeit, die du sinnvoll nutzen kannst.
Vorteile von morgendlichen Veranstaltungen
Zusätzlich kann es sinnvoll sein, morgendliche Veranstaltungen wahrzunehmen. Natürlich bietet die Zeit deines Studiums dir ein wenig mehr Freiheiten als das Arbeitsleben, wozu sicherlich die Möglichkeit gehört, hier und da ein wenig länger zu schlafen.
Morgendliche Veranstaltungen können deinem Tag oder genauer gesagt deinem Tagesstart allerdings eine regelmäßige Struktur geben. Zum einen behältst du so deinen Schlafrhythmus bei, was zum Beispiel Vorteile hat, wenn die Klausuren im jeweiligen Semester zu früher Stunde stattfinden.
Darüber hinaus trainierst du das frühe Aufstehen bereits für dein Berufsleben und schaffst Routinen, die viele Vorteile haben. Zusätzlich hast du bereits früher am Tag die wichtigsten Aufgaben erledigt und dann in den Nachmittags- und Abendstunden mehr Freizeit.
2. Tipp: Tages- und Wochenpläne helfen, Ziele zu erreichen
Wenn du die Planung deiner Veranstaltungen abgeschlossen hast, kannst du dir für jeden Tag und die gesamte Woche eine Struktur erstellen, die dir dabei hilft, deinen Alltag im Griff zu behalten und stets eine gute Übersicht zu haben. Auf diese Weise worgst du dafür, dass weder dein Studium, noch ein eventueller Job, der Haushalt oder deine Freizeit zu kurz kommen. Das ist wichtig für deine Pläne:
- neben den Uni-Veranstaltungen feste Lernzeiten einplanen
- Zeit für einen Studentenjob einplanen
- Haushaltsarbeiten und andere Alltagsaufgaben einplanen
- wöchentliche Routinen schaffen
Deine Unizeiten stehen mit der Planung deiner Veranstaltungen fest. Zudem solltest du Zeiten für das Lernen fest einplanen. Zusätzlich spielt bei deinen Zeitplänen die entsprechende Vorbereitung eine Rolle.
Dazu gehört zum Beispiel der Weg zur Universität und zu möglichen Lerngruppen sowie das Sortieren deiner Lernmaterialien. Wenn du diese Aspekte in deinen Planungen berücksichtigst, vermeidest du Stress und kannst die wichtigen Dinge des Alltags entspannter angehen.
Darüber hinaus hast du womöglich einen Nebenjob, um dein Studium zu finanzieren und wichtige Erfahrungen zu sammeln. Je nach Bereich in dem du jobbst, wirst du entweder gleichbleibende oder wechselnde Arbeitszeiten haben. Für deine Planung bedeutet das: Wenn dein Arbeitgeber dir regelmäßige und gleichbleibende feste Zeiten vorgibt, kannst du diese relativ einfach in deine Strukturen integrieren.
Wenn du stattdessen wechselnde Schichten hast, musst du die Planung flexibler gestalten. In diesem Fall ist es zielführend, dass du frühzeitig nach deinen Arbeitszeiten für die kommenden Tage oder Wochen fragst und diese dann immer wieder sinnvoll in deine Alltagsplanung integrierst. Das bedeutet oftmals, dass du gleichzeitig andere Aspekte deiner Tages- und Wochenstruktur flexibler gestalten musst.
Neben dem Studium stehst du vor der Herausforderung, zum ersten Mal deinen Alltag in deinem Zuhause selbst zu organisieren. Dazu gehören verschiedene Aufgaben, wie zum Beispiel:
- Putzen und Aufräumen
- Waschen
- Einkaufen und Kochen
- andere Erledigungen wie zum Beispiel Bürokratisches
Wenn du für diese Alltagsaufgaben feste Zeiten einplanst, hat das einen besonderen Vorteil:. Gerade Putzen, Aufräumen und Waschen sind oftmals wenig beliebt. Wenn du hierbei bestimmten Strukturen folgst, vermeidest du ganz einfach Motivationsprobleme.
Auch das Einkaufen und Kochen solltest du sinnvoll strukturieren: Mit einer guten Planung kannst du so Zeit sparen. Erstelle dir für deine Mahlzeiten am besten einen Wochenplan. So kannst du die Basics hierfür mithilfe einer entsprechenden Einkaufsliste einmalig in der Woche, vielleicht sogar immer an einem bestimmten Tag, einkaufen. Nur Nahrungsmittel, die schnell verderben könnten, solltest du in kürzeren Abständen kaufen. Auf diese Weise vermeidest du Lebensmittelverschwendung, die seit einiger Zeit ein wachsendes Problem darstellt. Zudem kannst du überlegen, ob du einen bestimmten Tag und der Woche festlegst, an dem du für mehrere Folgetage vorkochst. So sparst du Zeit und kannst dir ohne großen Stress am Mittag oder Abend eine Mahlzeit aufwärmen. Am besten sorgst du natürlich für gesunde Mahlzeiten, die dich fit für’s Lernen machen.
Hin und wieder musst du sicherlich zudem einige andere Erledigungen machen – sei es das Einkaufen neuer Kleidung oder bürokratisches wie das Bezahlen von Rechnungen oder der Besuch bei einem Amt. Für solche Aktivitäten solltest du in deinen Planungen gewisse zeitliche Freiräume einbauen, damit sie in deinem Alltag nicht zu Stress und Zeitdruck führen.
Routinen schaffen
Bei alledem ist es von hoher Bedeutung, dass du dir Routinen schaffst. Gerade in den ersten Wochen kann es schwierig sein und einige Motivation kosten, die Pläne, die du dir erstellt hast, einzuhalten. Je öfter du dies jedoch schaffst, desto einfacher wird es dir fallen.
Weitere Alltagsroutinen sind ebenfalls wichtig. Dazu gehören zum Beispiel möglichst regelmäßige Essenszeiten. Darüber hinaus kannst du dir eine sinnvolle Morgenroutine schaffen, die dir den Start in den Tag erleichtert.
3. Tipp: Lernen in Gruppen organisieren
Für das Lernen während deines Studiums hast du verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kannst du es allein umsetzen, zum anderen in Gruppen. Der Vorteil dabei: Man kann sich gegenseitig unterstützen und motivieren. Gerade für Uni-Neulinge am Anfang eines Bachelor-Studiums kann dies sehr hilfreich sein. Hierbei spielt eine sinnvolle Organisation eine zentrale Rolle. 
Wichtig für eine funktionierende Lerngruppe ist zunächst, dass die sprichwörtliche Chemie zwischen denen einzelnen Personen stimmt. So fällt das gemeinsame Arbeiten um einiges leichter. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die Lerngruppe über einen längeren Zeitraum bestehen und eigene, gemeinsame Routinen finden kann. Daher ist es sinnvoll, wenn die Gruppe sich aus Personen zusammensetzt, mit denen du auch privat schon einmal etwas unternimmst.
Was die Gruppengröße betrifft, so sind eher kleine Lerngruppen oftmals effizienter – das betrifft unter anderem die Absprache und das Finden von Terminen, zu denen alle können. Im besten Fall können der entsprechende Tag und die Uhrzeit für das gemeinsame Lernen von allen Mitgliedern der Gruppe regelmäßig wahrgenommen werden, sodass dieser Schritt der Organisation nur einmalig erledigt werden muss.
Zudem spielt die Location eine Rolle. Einerseits sollte es möglich sein, sich zu unterhalten und so den Lernstoff gemeinsam zu besprechen, andererseits sollte es möglichst wenig Ablenkung geben. Womöglich gibt es in der Bibliothek deiner Universität kleinere Räumlichkeiten, die extra für das Arbeiten in Gruppen eingerichtet wurde und diese Kriterien erfüllen. Im besten Fall gibt es in deiner Lerngruppe eine Person, die ein gewisses Organisationstalent hat und sich um diese und weitere Fragen kümmert.
4. Tipp für Studenten: Konzentration bewusst fördern
Sicherlich wirst du nicht immer mit einer Gruppe lernen, sondern oftmals auch allein zu Hause. Womöglich hast du zusätzlich einen Job, den du im Homeoffice ausübst. Damit du erfolgreich stressfrei studieren und lernen kannst, solltest du dich gut organisieren. Dazu gehört es, wichtige Faktoren zu beachten, die deine Konzentration und Motivation beeinflussen können.
Grundvoraussetzungen für gutes Lernen und Arbeiten Zuhause
Zu den wichtigen Grundvoraussetzungen für erfolgreiches Lernen und Arbeiten in deinen eigenen vier Wänden zählen unter anderem:
- eine passende Umgebung
- Ablenkungen vermeiden
- passende Kleidung wählen
Deine Lernumgebung in deinen eigenen vier Wänden ist am besten klar und strukturiert: So kannst du zum Beispiel besser lernen, wenn dein Tisch nicht mit allen möglichen Büchern überfrachtet ist, sondern wenn du nur die relevanten Lernmaterialien vor dir hast.
Achte darauf, die Materialien, die du zum Lernen und Arbeiten benötigst, sinnvoll zu ordnen – zum Beispiel in einem Regal direkt neben deinem Schreibtisch. So hast du bei Bedarf alles schnell und einfach zur Hand.
Zudem solltest du darauf schauen, dass du ausreichend Licht hast. Tageslicht ist optimal. Aber auch gerade wenn du im Winter abends lernst oder arbeitest, sollte die Umgebung nicht zu dunkel sein. Die richtige Beleuchtung schont deine Augen und hilft dir, konzentriert zu bleiben.
Besorge dir außerdem rechtzeitig eine gute technische Ausstattung. Sowohl für das Lernen als auch für Jobs im Homeoffice musst du über einen leistungsfähigen PC oder Laptop sowie über schnelles Internet verfügen.
Schlussendlich solltest du in deinem Arbeitszimmer sämtliche potenzielle Ablenkungen, die deine Konzentration stören könnten, vermeiden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Lernen und Arbeiten in den eigenen vier Wänden ist die Kleidung. Hier gibt es einige wichtige Aspekte und Kriterien, die du bei deiner Auswahl berücksichtigen solltest.
Schon gewusst?
Allzu legere Freizeitkleidung kann sich negativ auf deine Produktivität auswirken, im Umkehrschluss kann sich etwas formellere Kleidung positiv auswirken. Das gilt sowohl beim Lernen als auch bei einer Tätigkeit in Heimarbeit. Zudem solltest du, wenn du im Homeoffice arbeitest, Kleidung tragen, mit der du bei einem spontanen Video-Call einen seriösen und guten Eindruck hinterlässt.
Klare Strukturen helfen beim Lernen
Für das Lernen ist es wichtig, dir klare Strukturen zu schaffen. Wenn du zu Hause lernst, statt mit einer Gruppe, hast du keinen festen Termin, bei dem deine Kommilitonen dich erwarten. Daher ist ein noch höheres Maß an Disziplin gefragt.
Neben den festen Lernzeiten, die du idealerweise schon in deinem Tages- und Wochenplan geblockt hast, können dir To-do-Listen bei deiner Lernorganisation helfen. So kannst du die Aufgaben Stück für Stück abarbeiten und weißt zudem am Ende des Tages ganz genau, was du geleistet hast.
5. Tipp: Studenten brauchen Work-Life-Balance
Auch wenn du mit unseren bisherigen Hinweisen relativ stressfrei studieren kannst: Eine gute Freizeitplanung sorgt für noch mehr Wohlbefinden und macht dich im Alltag noch leistungsfähiger. Denn eine gesunde Work-Life-Balance ist auch für Studenten von großem Nutzen. Einen guten Ausgleich erreichst du mit Aktivitäten, die dich auf andere Gedanken bringen. 
Eine Möglichkeit hierfür bieten verschiedene Hobbys. Überlege dir, wofür du dich interessierst und was sich in deiner Freizeit gut umsetzen lässt. Womöglich hast du bereits ein Hobby, das dir großen Spaß bereitet? Dann solltest du diese Aktivität in jedem Fall während deines Studiums weiterverfolgen. Zudem solltest du dir regelmäßig einfach eine entspannte Zeit gönnen. Hierfür sind unter anderem Filmabende oder gemütlich Treffen mit Freunden optimal geeignet.
Darüber hinaus solltest du regelmäßig, also am besten mehrmals die Woche, Sport treiben. Bewegung ist gesund und hilft dir dabei, deinen Alltag ausgeglichen zu meistern. Des Weiteren steigert sie deine geistige Leistungsfähigkeit, was für dein Studium vorteilhaft ist. Sportarten, die du sehr einfach in deinen Alltag integrieren kannst, sind zum Beispiel Fahrradfahren oder Joggen. Größere Hochschulen haben im Rahmen des Unisports oftmals ein vielseitiges Kursangebot für ihre Studierende:n. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Teilnahme ist oftmals kostenlos oder sehr günstig und du lernst noch mehr Studierende an deiner Hochschule kennen.
Zusammenfassung
- Eine gute Alltagsorganisation schafft Strukturen, die vieles erleichtern.
- Bei der Planung der Veranstaltungen an der Universität spielen Praktikabilität, Effizienz und ausreichende Pausen eine Rolle.
- Arbeitszeiten deines Nebenjobs sollten frühzeitig erfragt und eingeplant werden.
- Regelmäßigkeit bei Arbeiten im Haushalt schafft Routinen.
- Alltägliche Routinen sind ebenfalls hilfreich für Leistungsfähigkeit und Ausgeglichenheit.
- Bei Lerngruppen sollte die persönliche Sympathie stimmen.
- Zudem gibt es in einer solchen Gruppe im besten Fall eine Person, die sich federführend um die Organisation kümmert.
- Beim alleinigen Lernen und Arbeiten in den eigenen vier Wänden sind eine passende Umgebung, Details wie die Kleidung sowie eine Struktur durch To-do-Listen hilfreich.
- Hobbys und Sport liefern einen Ausgleich und sollten in der Organisation einen festen Platz finden.
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