Bachelor-Studium Infos zum ersten Hochschulabschluss

Bachelor-Studium

Bachelor-StudiumDer Bachelor löste im Mai 2007 endgültig den Bakkalaureatstitel ab. Er ist der erste berufsqualifizierende Hochschulabschluss und berechtigt dich dazu, im Anschluss ein weiterführendes Master-Studium in Angriff zu nehmen. Hier erfährst du alles Wichtige über die verschiedenen Arten des Bachelor-Studiums, die Zulassung, den Aufbau des Studiengangs und die Perspektiven nach dem Abschluss.

Bachelorabschlüsse in Österreich

In Österreich wird ein Bachelor-Abschluss in 11 verschiedenen Fachrichtungen vergeben. Einzelne Studiengänge können je nach inhaltlicher Ausrichtung mit unterschiedlichen Bachelor-Titeln enden – ein BWL-Studium z. B. sowohl mit einem Bachelor of Arts (B.A.) als auch Bachelor of Science (B.Sc.).

Hier eine Übersicht der wichtigsten Abschlüsse:

  • Bachelor of Arts (B.A.): Gesellschafts- und sozialwissenschaftliche, sprach- und kulturwissenschaftliche und wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge, z. B. Betriebswirtschaftslehre oder Germanistik
  • Bachelor of Science (B. Sc.): Naturwissenschaftliche, ingenieurwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge, Mathematik und Informatik
  • Bachelor of Laws (LL.B.): Studium der Rechtswissenschaften
  • Bachelor of Engineering (B.Eng.): Ingenieurwissenschaftliche Studiengänge, z. B. Elektrotechnik oder Maschinenbau
  • Bachelor of Education (B. Ed.): Lehramtsstudiengänge, oft an einer Pädagogischen Hochschule

Hinweis:
Neben den genannten Abschlüssen gibt es noch weitere sehr spezialisierte Studiengänge wie den Bachelor der Statistik (B.Stat.) oder den Bachelor of Philosophy (B.Phil.).

Zulassungsvoraussetzungen für das Bachelor-Studium

Um für das Studium zugelassen zu werden, solltest du über die Allgemeine Hochschulreife (Matura) oder ein ausländisches Zeugnis verfügen, welches dich zum Studium in Österreich berechtigt. Hast du eine Studienberechtigungsprüfung (SPB) oder Berufsreifeprüfung (PRB) erfolgreich abgelegt, kannst du auch ohne Matura studieren.

Für die Zulassung zu einigen Studiengängen musst du darüber hinaus an einem Aufnahme- / Eignungsverfahren teilnehmen, das sich aus einem sog. Online-Assessment-Center und einer anschließenden schriftlichen Aufnahmeprüfung zusammensetzt.

Über die genauen Zugangsvoraussetzungen, Bewerbungsverfahren und speziellen Anforderungen informierst du dich am besten direkt bei der Uni selbst. Hier findest du Infos zu den Zulassungsbedingungen der fünf größten Universitäten Österreichs:

> Zulassung Universität Wien „Alma Mater Rudolphina“
> Zulassung Wirtschaftsuniversität Wien
> Zulassung Karl-Franzens-Universität Graz
> Zulassung Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
> Zulassung Technische Universität Wien

Modularer Aufbau des Bachelor-Studiums

Prüfung nach jeder LehrveranstaltungEin Bachelor-Studium hat in der Regel eine Dauer von 6 Semestern. Dabei belegst du verschiedene Module, die sich jeweils aus mehreren aufeinander bezogenen Lehrveranstaltungen zusammensetzen.

In den Basis- und Grundlagenmodulen (1. und 2. Semester) erlernst du Grundlagen zum methodischen und fachlichen Wissen. In Kern- und Aufbaumodulen (3. und 4. Semester) wird dir spezielles Fachwissen vermittelt, welches dann schließlich in Ergänzungs- und Vertiefungsmodulen (5. und 6. Semester) weiter gefestigt wird.

Im BWL-Studium sieht ein modularer Aufbau im Bereich Volkswirtschaftlehre z. B. so aus:

  1. Basismodul Einführung in die VWL
  2. Aufbaumodul Makroökonomik
  3. Vertiefungsmodul Makroökonomik

Jede Lehrveranstaltung schließt du mit einer Prüfung ab. Dabei kann es sich um eine schriftliche Klausur, mündliche Prüfung, Seminar- oder Projektarbeit handeln. Die jeweiligen Beurteilungen fließen am Ende in die Gesamtnote des Studiums ein.

Zum Schluss schreibst du noch eine Bachelorarbeit (6. Semester), die alleine schon ca. 10 - 20 Prozent deiner Abschlussnote ausmacht.

ECTS-Punkte machen Leistungen im Bachelor-Studium vergleichbar

Um Studienleistungen im europäischen Hochschulraum bei einem Wechsel der Bildungseinrichtung vergleichbar zu machen, wurde im Zuge der Bologna-Reform 1999 für Bachelor- und Masterstudiengänge das European Credit Transfer System (kurz: ECTS) etabliert.

Das zentrale Element des ECTS sind die Credit-Points (CP), die den zeitlichen Arbeitsaufwand, der zum Bestehen einer Lehrveranstaltung nötig ist, widerspiegeln. Ein Leistungspunkt entspricht dabei 25 - 30 Arbeitsstunden pro Semester. Im gesamten sechssemestrigen Bachelor-Studium musst du in der Regel 180 CPs sammeln, was 30 CPs pro Semester und einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden entspricht.

Je nachdem, ob du an einer Veranstaltung lediglich teilnimmst oder diese mit einer Klausur, einem Referat oder schriftlichen Hausarbeit abschließt, verdienst du dir – gemessen am Arbeitsaufwand – eine entsprechende Anzahl an Leistungspunkten. Die abschließende Bachelorarbeit wird meist mit 12 CPs bewertet.

Hinweis:
Die ECTS-Punkte haben auch Einfluss auf die Gesamtnote deines Bachelor-Abschlusses. Die Teilnoten, die du für deine Studienleistungen in einem Seminar oder einer Vorlesung erhältst, werden abhängig von der Anzahl der Credit Points auf deine Abschlussnote gewichtet.

Master-Studiengang zur Spezialisierung

Nach dem Bachelor Master oder BerufseinstiegIm Anschluss an das Bachelor-Studium kannst du einen konsekutiven (auf deinen Studiengang aufbauenden) Master studieren.

Der Vorteil eines Masters ist, dass dieser wesentlich spezialisierter ist als der akademische Grad Bachelor. Hier kannst du die Kenntnisse eines Teilbereichs deines grundständigen Studiums noch einmal ausbauen. Darüber hinaus sind die Verdienstmöglichkeiten mit einem abgeschlossenen Masterstudiengang etwas höher. Bestimmte Berufe kannst du auch erst mit einem weiterführenden Studiengang ergreifen – z. B. benötigst du, um Rechtsanwalt zu werden, einen Master of Laws (LL.M.) und als Lehrer einen Master of Education (M.Ed.).

Mit direktem Berufseinstieg Praxiserfahrung sammeln

Durch einen direkten Berufseinstieg sammelst du erst einmal Praxiserfahrungen. Dieser Weg macht vor allem Sinn, wenn du dir noch nicht sicher bist, welche Richtung du genau einschlagen möchtest.

Das Gehalt ist für Berufseinsteiger mit einem Bachelor-Titel je nach Studienrichtung sehr unterschiedlich – Naturwissenschaftler verdienen traditionell etwas mehr, Geisteswissenschaftler etwas weniger. Der Verdienst eines Absolventen lag 2014 durchschnittlich bei 2.455 Euro (Quelle: http://derstandard.at/2000001995182/Master-haben-beste-Karten-fuer-den-Job).

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Nicht nur im Anschluss an dein Studium kannst du in die Arbeitswelt eintauchen, auch währenddessen bietet sich ein Nebenjob an, um ein wenig Abwechslung in den trockenen Unialltag zu bringen.

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Bildquellen (v.o.n.u.):

© "Undergrad New Student Orientation - 01" by Shawn is licensed under CC BY-NC 2.0
© "ZeLIG Admission Exam 2010" by ZeLIG School is licensed under CC BY-NC-ND 2.0
© "A young professional who works at a creative agency" by World Bank Photo Collection is licensed under CC BY-NC-ND 2.0

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