Haushaltshilfe steuerlich absetzen

Haus­halts­hil­fe steu­er­lich ab­set­zen

In den meis­ten Fäl­len ist es in Ös­ter­reich für Nor­mal­ver­die­ner nicht mög­lich, ei­ne Haus­halts­hil­fe steu­er­lich ab­set­zen zu las­sen – Aus­nah­men sind Ge­ring­ver­die­ner und Emp­fän­ger von Min­dest­si­che­rung. Wir er­klä­ren die ge­nau­en Vor­aus­set­zun­gen.

Vor­aus­set­zun­gen für die steu­er­li­che Ab­setz­bar­keit

Grund­vor­aus­set­zung ist, dass Sie die Haus­halts­hil­fe an­mel­den – ent­we­der für das Dienst­leis­tungs­scheck­ver­fah­ren oder im Zu­ge ei­ner ge­ring­fü­gi­gen Be­schäf­ti­gung. Dar­über hin­aus muss die Haus­halts­hil­fe zu­sätz­lich zur rei­nen Putz­tä­tig­keit noch Kin­der­be­treu­ungs­auf­ga­ben über­neh­men. Die aus­schließ­li­che Rei­ni­gung der Räu­me wird als ver­zicht­ba­rer Lu­xus ge­wer­tet – in die­sem Fall kön­nen Sie nicht die Kos­ten für Ih­re Putz­frau ab­set­zen.

Sind die­se Be­din­gun­gen er­füllt und Sie be­zie­hen Min­dest­si­che­rung, kön­nen Sie die Auf­wen­dun­gen für die Rei­ni­gungs­kraft steu­er­lich gel­tend ma­chen. Sind Sie be­rufs­tä­tig, dann gel­ten zu­sätz­lich fol­gen­de Re­ge­lun­gen:

  • bei­de Ehe­part­ner müs­sen in Voll­zeit ar­bei­ten, um die Exis­tenz­ge­fähr­dung zu ver­mei­den
  • der Ver­dienst bei­der Ehe­part­ner zu­sam­men darf nicht über 1.241,74 Eu­ro mo­nat­lich lie­gen (Stand 2018)
  • wenn Sie al­lein­er­zie­hend sind, dür­fen Sie in­klu­si­ve Un­ter­halts­zah­lun­gen nicht mehr als 827,83 Eu­ro mo­nat­lich ver­die­nen (Stand 2018)

Hin­weis:
Für Ehe­part­ner – eben­so wie für Al­lein­er­zie­hen­de – gibt es noch ei­ne zwei­te Mög­lich­keit: Wenn ei­ne Krank­heit vor­liegt, die es un­mög­lich macht, dass das El­tern­teil die Be­treu­ung der Kin­der und die Haus­halts­füh­rung über­nimmt, kann man auch dann die Haus­halts­hil­fe steu­er­lich ab­set­zen.

Putz­frau steu­er­lich ab­set­zen: So­zi­al­leis­tun­gen wer­den ge­kürzt!

Wenn Sie als Al­lein­er­zie­hen­de/r kei­ne oder nicht aus­rei­chen­den Un­ter­halts­leis­tun­gen des an­de­ren El­tern­teils be­zie­hen, kön­nen Sie die Rei­ni­gungs­kraft als au­ßer­ge­wöhn­li­che Be­las­tung von der Steu­er ab­zie­hen. Al­ler­dings wird dann die gel­tend ge­mach­te Steu­er­er­leich­te­rung vom Be­trag an­de­rer staat­li­cher Leis­tun­gen ab­ge­zo­gen. Er­hal­ten Sie al­so Fa­mi­li­en­bei­hil­fe, Min­dest­si­che­rung oder Wohn­bei­hil­fe, soll­ten Sie vor­ab ge­nau prü­fen, ob Sie Ih­re Haus­halts­hil­fe ab­set­zen möch­ten.

Bei­spiel:
Sie ver­die­nen ge­mein­sam als Ehe­paar 1000 Eu­ro mo­nat­lich. Zu­sätz­lich er­hal­ten Sie 80 Eu­ro Fa­mi­li­en­bei­hil­fe. Wenn Sie nun ei­ne Putz­frau, wel­che 50 Eu­ro im Mo­nat bei Ih­nen ver­dient, steu­er­lich gel­tend ma­chen, wer­den die­se von der Fa­mi­li­en­hil­fe ab­ge­zo­gen, so­dass Sie nur noch 30 Eu­ro Fa­mi­li­en­hil­fe er­hal­ten. Der Auf­wand lohnt sich in die­sem Fall nicht.

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