Haushaltshilfe steuerlich absetzen Nur in Ausnahmefällen möglich

Haushaltshilfe steuerlich absetzen

Haushaltshilfe steuerlich absetzen

In den meisten Fällen ist es in Österreich für Normalverdiener nicht möglich, eine Haushaltshilfe steuerlich absetzen zu lassen – Ausnahmen sind Geringverdiener und Empfänger von Mindestsicherung. Wir erklären die genauen Voraussetzungen.

Voraussetzungen für die steuerliche Absetzbarkeit

Grundvoraussetzung ist, dass Sie die Haushaltshilfe anmelden – entweder für das Dienstleistungsscheckverfahren oder im Zuge einer geringfügigen Beschäftigung. Darüber hinaus muss die Haushaltshilfe zusätzlich zur reinen Putztätigkeit noch Kinderbetreuungsaufgaben übernehmen. Die ausschließliche Reinigung der Räume wird als verzichtbarer Luxus gewertet – in diesem Fall können Sie nicht die Kosten für Ihre Putzfrau absetzen.

Sind diese Bedingungen erfüllt und Sie beziehen Mindestsicherung, können Sie die Aufwendungen für die Reinigungskraft steuerlich geltend machen. Sind Sie berufstätig, dann gelten zusätzlich folgende Regelungen:

  • beide Ehepartner müssen in Vollzeit arbeiten, um die Existenzgefährdung zu vermeiden
  • der Verdienst beider Ehepartner zusammen darf nicht über 1.241,74 Euro monatlich liegen (Stand 2016)
  • wenn Sie alleinerziehend sind, dürfen Sie inklusive Unterhaltszahlungen nicht mehr als 827,83 Euro monatlich verdienen (Stand 2016)

Hinweis:
Für Ehepartner – ebenso wie für Alleinerziehende – gibt es noch eine zweite Möglichkeit: Wenn eine Krankheit vorliegt, die es unmöglich macht, dass das Elternteil die Betreuung der Kinder und die Haushaltsführung übernimmt, kann man auch dann die Haushaltshilfe steuerlich absetzen.

Putzfrau steuerlich absetzen: Sozialleistungen werden gekürzt!

Wenn Sie als Alleinerziehende/r keine oder nicht ausreichenden Unterhaltsleistungen des anderen Elternteils beziehen, können Sie die Reinigungskraft als außergewöhnliche Belastung von der Steuer abziehen. Allerdings wird dann die geltend gemachte Steuererleichterung vom Betrag anderer staatlicher Leistungen abgezogen. Erhalten Sie also Familienbeihilfe, Mindestsicherung oder Wohnbeihilfe, sollten Sie vorab genau prüfen, ob Sie Ihre Haushaltshilfe absetzen möchten.

Beispiel:
Sie verdienen gemeinsam als Ehepaar 1000 Euro monatlich. Zusätzlich erhalten Sie 80 Euro Familienbeihilfe. Wenn Sie nun eine Putzfrau, welche 50 Euro im Monat bei Ihnen verdient, steuerlich geltend machen, werden diese von der Familienhilfe abgezogen, sodass Sie nur noch 30 Euro Familienhilfe erhalten. Der Aufwand lohnt sich in diesem Fall nicht.

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