Fa­mi­li­en­bei­hil­fe im Stu­di­um

Familienbeihilfe im StudiumDie Fa­mi­li­en­bei­hil­fe im Stu­di­um kann dir ne­ben der Stu­di­en­bei­hil­fe bei der Fi­nan­zie­rung des Le­bens­un­ter­hal­tes wäh­rend dei­ner Hoch­schul­aus­bil­dung hel­fen. Grund­sätz­lich wird die staat­li­che Un­ter­stüt­zung den El­tern ge­währt, die den An­trag beim zu­stän­di­gen Fi­nanz­amt ih­res Wohn­sit­zes stel­len.

Auch die Aus­zah­lung er­folgt in der Re­gel an dei­ne El­tern. Dies gilt auch dann, wenn du zu Stu­di­en­zwe­cken ei­nen an­de­ren Wohn­sitz hast. Al­ler­dings kannst du – so­fern du voll­jäh­rig bist – mit Zu­stim­mung dei­ner El­tern ei­ne Di­rekt­aus­zah­lung an dich selbst be­an­tra­gen.

Na­tür­lich gibt es noch ei­ni­ge wei­te­re Din­ge zu be­ach­ten, über die wir dich hier in­for­mie­ren möch­ten.

Fa­mi­li­en­bei­hil­fe für Stu­den­ten bis 24, Ver­län­ge­rung mög­lich

Die Al­ters­gren­ze für die Fa­mi­li­en­bei­hil­fe für Stu­den­ten liegt grund­sätz­lich beim 24. Le­bens­jahr (d. h., bis zum 24. Ge­burts­tag wird ge­zahlt).

Wenn du Prä­senz-, Zi­vil- oder Aus­bil­dungs­dienst ge­leis­tet hast oder wäh­rend dei­ner Stu­di­en­zeit ei­ne frei­wil­li­ge Tä­tig­keit in ei­nem ge­mein­nüt­zi­gen Ver­ein aus­übst, er­höht sich die An­spruchs­dau­er max. bis zum voll­ende­ten 25. Le­bens­jahr. Dies ist eben­so bei Schwan­ger­schaft/Ge­burt ei­nes Kin­des oder ei­ner er­heb­li­chen Be­hin­de­rung der Stu­die­ren­den/des Stu­die­ren­den (min­des­tens 50 Pro­zent) mög­lich.

Hin­weis:
Ei­ne Stu­di­en­be­hin­de­rung durch ein un­vor­her­ge­se­he­nes oder un­ab­wend­ba­res Er­eig­nis (z. B. Krank­heit) oder ein re­le­van­tes Aus­lands­stu­di­um be­wirkt ei­ne Ver­län­ge­rung der to­le­rier­ten Stu­di­en­zeit eben­falls um ein Se­mes­ter. Da­zu muss der „Aus­fall“ min­des­tens drei Mo­na­te an­dau­ern.

Hö­he der mo­nat­li­chen Ra­te steigt mit Ge­schwis­ter­zahl

Die Hö­he der Fa­mi­li­en­bei­hil­fe im Stu­di­um be­trägt der­zeit ab 141,50 Eu­ro für Stu­die­ren­de bis 19 Jah­ren und 165,10 Eu­ro für äl­te­re. Wenn du Ge­schwis­ter hast, gibt es ei­ne „Ge­schwis­ter­staf­fe­lung“. Die Ra­te er­höht sich ab zwei Kin­dern um 7,10 Eu­ro pro Kind, bei drei Kin­dern um 17,40 Eu­ro, bei vier Kin­dern um 26,50 Eu­ro, bei fünf Kin­dern um 32 Eu­ro, bei sechs Kin­dern um 35,70 Eu­ro und um wei­te­re 52 Eu­ro für je­des wei­te­re Kind (Stand 2018).

Monatliche Rate steigt mit GeschwisterzahlDie Zah­lun­gen wer­den le­dig­lich für die ge­setz­li­che Min­dest­stu­di­en­dau­er ge­währt. Bei ei­nem Stu­di­um mit Ab­schnitts­glie­de­rung – bei­spiels­wei­se ei­nem Ba­che­lor mit an­schlie­ßen­dem Mas­ter-Stu­di­um – wird pro Ab­schnitt ein To­le­ranz­se­mes­ter ein­ge­räumt. Ab­sol­vierst du ei­nen Stu­di­en­ab­schnitt in­ner­halb der Min­dest­stu­di­en­dau­er, kannst du das nicht ver­brauch­te To­le­ranz­se­mes­ter im wei­te­ren Stu­di­en­ver­lauf nut­zen. Bei ei­nem Stu­di­um oh­ne Glie­de­rung be­trägt die To­le­ranz­gren­ze ein Stu­di­en­jahr.

Leis­tungs­nach­wei­se beim Fi­nanz­amt vor­le­gen

In den ers­ten Se­mes­tern des Stu­di­ums musst du dem zu­stän­di­gen Fi­nanz­amt Leis­tungs­nach­wei­se vor­ge­le­gen. Zu­sätz­lich soll­test du dem Amt je­des Se­mes­ter aufs Neue mel­den, dass du noch stu­dierst. An­sons­ten er­lischt die Zah­lung au­to­ma­tisch zum Se­mes­ter­en­de.

Für das ers­te Stu­di­en­jahr musst du ei­nen Nach­weis in Form von 16 ECTS-Punk­te, acht Wo­chen­stun­den des be­trie­be­nen Stu­di­ums oder ei­ner Teil­prü­fung der ers­ten Di­plom­prü­fung (des ers­ten Ri­go­ro­sums) er­brin­gen, um Fa­mi­li­en­bei­hil­fe für Stu­den­ten zu er­hal­ten. Al­ter­na­tiv kannst du die Prü­fun­gen der Stu­di­en­ein­gangs- und Ori­en­tie­rungs­pha­se (STEOP) mit min­des­tens 14 ECTS-Punk­ten be­le­gen.

Im wei­te­ren Ver­lauf des Stu­di­ums ist die Vor­la­ge von Leis­tungs­nach­wei­sen nur noch auf ex­pli­zi­te Nach­fra­ge des Fi­nanz­am­tes nö­tig. Falls du die Stu­di­en­nach­wei­se dann je­doch nicht er­brin­gen kannst, fällt die Un­ter­stüt­zung weg, bis du wie­der über die nö­ti­gen Be­schei­ni­gun­gen ver­fügst. Doch zu­min­dest ei­ne Rück­zah­lung musst du nach ei­ner nicht be­stan­de­nen Klau­sur nur dann fürch­ten, wenn das Fi­nanz­amt den be­grün­de­ten Ver­dacht hat, dass du dein Stu­di­um nicht ernst­haft be­treibst.

Un­ser Tipp:
Ver­su­che am bes­ten, im­mer die not­wen­di­gen Leis­tungs­nach­wei­se in dem vom Stu­di­en­plan vor­ge­se­he­nen Se­mes­ter zu er­brin­gen. Da­mit er­sparst du dir den Weg­fall der Un­ter­stüt­zung und ei­ne po­ten­zi­el­le Rück­for­de­rung.

Stu­di­en­wech­sel nur bis zum drit­ten Se­mes­ter

Ein Stu­di­en­wech­sel ist ma­xi­mal zwei­mal mög­lich und muss spä­tes­tens vor dem drit­ten in­skri­bier­ten Se­mes­ter vor­ge­nom­men wer­den.Zuverdienstgrenze für Familienbeihilfe für Studenten

Wenn du dein Stu­di­um erst spä­ter wech­seln möch­test, ent­fällt die Fa­mi­li­en­bei­hil­fe für so vie­le Se­mes­ter, wie sie in den vor dem Wech­sel be­trie­be­nen Stu­di­en be­zo­gen wur­de. Die­se War­te­zeit kann durch die An­rech­nung von Prü­fun­gen aus dem al­ten Stu­di­um im neu­en Stu­di­um ver­kürzt wer­den.

Zu­ver­dienst­gren­ze für die Fa­mi­li­en­bei­hil­fe im Stu­di­um

In ei­nem be­stimm­ten Rah­men kannst du zu­sätz­lich zur staat­li­chen Un­ter­stüt­zung ne­ben dem Stu­die­ren job­ben. Für die Fa­mi­li­en­bei­hil­fe liegt im Stu­di­um die Zu­ver­dienst­gren­ze bei 10.000 Eu­ro jähr­lich. Ein 13./14. Mo­nats­ge­halt im Zu­ge der Ar­beit, Pflicht­bei­trä­ge zur ge­setz­li­chen So­zi­al­ver­si­che­rung, die Pend­ler­pau­scha­le und Ar­bei­ter­kam­mer­um­la­ge wer­den nicht in die 10.000 Eu­ro mit ein­ge­rech­net.

Wenn du die Ver­dienst­gren­ze über­schrei­test, musst du den Be­trag, um den der Grenz­be­trag über­schrit­ten wur­de, zu­rück­zah­len. Die Zah­lung wird so­fort bis auf Wei­te­res ein­ge­stellt. Erst wenn im dar­auf­fol­gen­den Jahr die Gren­ze wie­der un­ter­schrit­ten wird, kann ein neu­er­li­cher An­trag auf Fa­mi­li­en­bei­hil­fe für Stu­die­ren­de ge­stellt wer­den.

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Fa­mi­li­en­bei­hil­fe im Stu­di­um im Über­blick:

  • El­tern müs­sen die Fa­mi­li­en­bei­hil­fe für das Stu­di­um be­an­tra­gen
  • Di­rekt­aus­zah­lung an voll­jäh­ri­ge Kin­der mög­lich
  • Bei­trags­hö­he va­ri­iert je nach An­zahl der Ge­schwis­ter
  • Ein­rei­chen von Leis­tungs­nach­wei­sen beim Fi­nanz­amt not­wen­dig
  • Stu­di­en­wech­sel bis vor dem drit­ten Se­mes­ter pro­blem­los mög­lich
  • Zu­ver­dienst von jähr­lich 10.000 Eu­ro mög­lich

 
Bild­quel­len (v.o.n.u.):

© "My Par­ents" by Mi­ke Go­ren is li­cen­s­ed un­der CC BY 2.0
© "Mo­ther and Kids - 1" by Gor­don is li­cen­s­ed un­der CC BY-SA 2.0 (be­ar­bei­tet)
© "Schreib­tisch Si­tua­ti­on" by Ma­ik Meid ist li­ce­ned un­der CC BY-SA 2.0 (be­ar­bei­tet)