Master-Studium Abschlüsse, Zulassung, Aufbau und Perspektiven

Master-Studium

Master-StudiumAls Äquivalent zu den im Zuge des Bologna-Prozesses 1999 auslaufenden Diplom- und Magisterabschlüssen wurde der Master eingeführt. In der Regel schließt das Studium an einen Bachelor an. Wir informieren über die verschiedenen Arten des Master-Studiums, Voraussetzungen für die Zulassung, den Aufbau des Studiengangs sowie Perspektiven nach dem Abschluss.

Masterabschlüsse in Österreich

Einen Master-Titel kannst du in Österreich an einer Universität, Fachhochschule, privaten Hochschule und pädagogischen Hochschule in Vollzeit, Teilzeit, dual und als Fernstudium erlangen. Ein Großteil der Master-Studiengänge ist konsekutiv (weiterführend) – d. h., Inhalte aus dem Bachelor werden vertieft und/oder es findet eine Spezialisierung auf einen Teilbereich statt.

Nicht konsekutive Studiengänge bauen dagegen nicht direkt auf dem Bachelor auf – sie dienen in der Regel der Weiterbildung und setzen häufig einige Jahre Berufserfahrung voraus.

Hier eine Übersicht der wichtigsten Master-Abschlüsse:

  • Master of Arts (M.A.): Sozial- und gesellschaftswissenschaftliche, kultur- und sprachwissenschaftliche sowie wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge
  • Master of Science (M.Sc.): Naturwissenschaftliche, ingenieurwissenschaftliche oder wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge
  • Master of Engineering (M.Eng.): Ingenieurwissenschaftliche Studiengänge
  • Master of Education (M.Ed.): Lehramtsstudiengänge
  • Master of Laws (LL.M.): Juristische Studiengänge
  • Master of Business Administration (MBA): Wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge

Hinweis:
Wie du bereits in der Auszählung siehst, können ein und dieselben Studiengänge mit verschiedenen Mastergraden enden, z. B. ein wirtschaftswissenschaftliches Studium sowohl mit dem Master of Arts (M.A.), Master of Science (M.Sc.) als auch mit dem M.B.A abschließen. Die beiden ersten Abschlüsse unterscheiden sich dabei nur marginal (den of-Science-Studiengängen wird in den Wirtschaftswissenschaften eine eher mathematische, statistische Ausrichtung nachgesagt). Der M.B.A. ist praxisorientierter und richtet sich als nicht konsekutives Studium vor allem an „fachfremde Absolventen“ mit Berufserfahrung. Weitere hilfreiche Infos findest du auf der Seite www.mbastudium.at.

Zulassungsvoraussetzungen für das Master-Studium

Für die Zulassung zu einem Master-Studium ist ein grundständiger akademischer Abschluss, wie z. B. einen Bachelor, Magister- oder Diplom-Titel, in aller Regel Voraussetzung.

Möchtest du einen konsekutiven Master studieren, solltest du einen ersten Studienabschluss im gleichen Fachbereich vorweisen können (z. B. einen Master in Maschinenbau als Weiterführung des Bachelor of Science in Maschinenbau). Bei nicht konsekutiven Studiengängen ist die Ausrichtung des ersten Abschlusses dagegen unerheblich (einen M.B.A. kannst du bspw. auch an ein Medizin- oder Jurastudium anschließen).

Da die Plätze im weiterführenden Studium rar gesät sind, führen die Hochschulen oft darüber hinaus noch Einstellungsgespräche und -tests durch.

Die Zugangsvoraussetzungen variieren gerade für Master-Studiengänge sehr stark. Aus diesem Grund informierst du dich am besten direkt bei der Hochschule deiner Wahl.

Hier findest du die Zulassungsbedingungen der fünf größten Universitäten Österreichs:

> Zulassung Universität Wien
> Zulassung Wirtschaftsuniversität Wien
> Zulassung Karl-Franzens-Universität Graz
> Zulassung Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
> Zulassung Technische Universität Wien

Masterstudiengänge mit modularem Aufbau

Abhängig von der Länge des vorangegangenen Bachelorstudiengangs weist ein Master-Studium eine Dauer von in der Regel zwei bis vier Semestern auf. Das Studium ist modular aufgebaut – dabei wird  unterschieden zwischen Pflicht- und Wahlmodulen.Masterstudiengänge mit modularem Aufbau

Jedes Modul setzt sich aus mehreren aufeinander aufbauenden Lehrveranstaltungen zusammen, die wiederum mit einer Klausur, einem Referat, einer Hausarbeit oder einer mündlichen Prüfung abschließen. Als Leistungsnachweise erhältst du im Master-Lehrgang pro Veranstaltung ECTS-Punkte und eine Note.

Die ECTS-Punkte spiegeln dabei den zeitlichen Aufwand wider, den du zum Bestehen einer Lehrveranstaltung investieren musst. Pro Seminar bzw. Vorlesung kannst du drei bis sechs ECTS-Punkte sammeln, im gesamten Studium musst du 60 (bei zweisemestrigen Studiengängen) bzw. 120 Punkte(bei viersemestrigen Studiengängen) ECTS-Punkte sammeln.

Dein Studium beendest du letztendlich mit der Masterarbeit. Bei der Anmeldung der Master-Thesis beginnt eine – in der Regel halbjährige – Frist, während der du eine wissenschaftliche oder künstlerische Arbeit anfertigst. Je nach Studienfach musst du zusätzlich mündliche Prüfungen absolvieren. Für die Masterarbeit wird ein zeitlicher Aufwand von 15 bis 30 ECTS-Punkten veranschlagt.

Hinweis:
Deine Gesamtnote ergibt sich am Ende aus den Teilnoten der Leistungsnachweise, die du in  Vorlesungen und Seminaren erbracht hast, sowie der Bewertung deiner Masterarbeit. Die Teilnoten werden entsprechend des damit verbundenen Arbeitsaufwands (Stichwort: ECTS-Punkte) gewichtet. Somit hat die abschließende Masterarbeit in der Regel den größten Einfluss auf deine Gesamtnote.

Führungspositionen und hohes Gehalt warten

Perspektiven nach dem MasterStrebst du auf lange Sicht die Übernahme einer Führungsposition oder eines Berufes, der eine hohe fachliche Qualifikation erfordert, an, macht der Master-Abschluss für dich Sinn. Große Unternehmen bereiten Absolventen häufig in ein- bis zweijährigen Trainee-Programmen auf zukünftige verantwortungsvolle Aufgaben vor.

Der Master-Titel wirkt sich auch positiv auf dein Gehalt aus: Der Verdienst lag im Jahr 2014 für Berufseinsteiger bei durchschnittlich 2710 Euro brutto im Monat – und damit gut 210 Euro über dem Einstiegsgehalt von Bachelor-Absolventen (Quelle: http://derstandard.at/2000001995182/Master-haben-beste-Karten-fuer-den-Job).

Master-Titel qualifiziert zur Promotion

Der akademische Grad Master berechtigt dich wie der frühere Diplomtitel dazu, zu promovieren. Teilweise genügt auch ein Bachelor with Honours – die Abschlussarbeit sollte mind. mit „Cum Laude“ bewertet worden sein – für die Zulassung. Ein Dr. bzw. Ph.D. ist vor allem dann sinnvoll, wenn du eine Karriere in der Forschung oder Lehre anstrebst, wird teilweise aber auch in der Wirtschaft gerne gesehen.

Das Studium dauert mind. drei Jahren und kann nur an einer Universität aufgenommen werden. Während deines Studiums fertigst du eine wissenschaftliche Forschungsarbeit an, die sog. Dissertation. Dabei betreut dich ein Professor deiner Hochschule. Mit der Fertigstellung der Arbeit schließt du das Studium ab.

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